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Die „UR-TON“- MUSIKTHERAPIE mit dem SOMACHORD®
- · Vortrag von Hans Peter Klein anlässlich des 3. Internationalen Somatotherapiekongresses Mai 1991 in Strassburg / F (Kurzfassung)
- Verehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich freue mich sehr, Ihnen heute ein neues Instrument für die Musiktherapie vorstellen zu dürfen: das SOMACHORD - eine Weiterentwicklung aus der Familie der Monochorde, deren Ursprung auf Pythagoras zurückgeht, welcher schon damals mit dem „Einsaiter“ die Grundlage seiner Lehre und Philosophie anschaulich darstellte, sowie die klare Beziehung zwischen den Tonintervallen in der Musik zur mathematischen Zahlenreihe verdeutlichte. Das heutige, neuzeitliche SANDAWA-MONOCHORD hat mehrere Saiten, die alle die gleiche Länge aufweisen, auf denselben Ton eingestimmt den charakteristischen obertonreichen und obertonreinen Klang erzeugen. Dieser „Sphärenklang“ des Monochordes und seine harmonisierende Wirkung ist längst ein Begriff in der Musiktherapie. Gerne möchte ich Ihnen diesen Klang einmal vorstellen:
Demo: Der Sonnenton (Ausschnitt aus „ÖUR-TNE 1“- Klangmeditation mit SANDAWA-Monochorden, J. E. Berendt / H. P. Klein, Doppel MC/CD, Hermann Bauer Verlag Freiburg --- MP3 Hörbeispiel ist in Vorbereitung)
Kein anderes Instrument offenbart so klar und linear das Naturgesetz der Harmonie in der Ordnung der Obertonreihe - auch „Naturtonleiter“ genannt. Diese wunderbare „Ur-Musik“ enthüllt uns die kosmische Ordnung der Harmonie. So wie das Licht sich in den Farben des Regenbogens offenbart, zeigt sich der einzelne Ton als eine Welt von Klangfarben. Wir hören nämlich ergänzend zum eingestimmten Grundton eine Vielzahl von mitschwingenden Obertönen, welche glockenartig hell als feine Melodien in einer reinen, harmonischen Ordnung über dem Grundton schweben.
„Wir erhören unsere Eingebundenheit in die harmonikale Ordnung der Welt - erleben mit den Sinnen diese Ur-Musik als der Seele eingeboren“, wie Johannes Kepler so schön sagte.
Wohl gemerkt, der Ausgangspunkt dieser „Nat-Ur-Ton-Musik“ ist die Einheit! Alle Saiten des Monochordes sind auf einen einzigen Ton gleich gestimmt, welcher uns ein reiches Innenleben offenbart, denn das Phänomen einer schwingenden Saite ist das folgende: Die Saite schwingt nicht nur in ihrem weiten Bogen als Grundton allein, sondern gleichzeitig auch in der doppelten Hälfte, im dreifachen Drittel, im vierfachen Viertel, im fünffachen Fünftel, im sechsfachen Sechstel, im siebenfachen Siebtel...usw. Wichtig ist zu betonen, dass all diese Teilschwingungen (deswegen nennt man die Obertöne auch „Partialtöne“) alle gemeinsam und gleichzeitig miteinander schwingen und somit diesen vielschichtigen Sphärenklang erzeugen. Darin erkennen wir nun auch die Naturgesetzmäßigkeit, welche klar eine analoge Übereinstimmung der mathematischen Zahlenreihe mit diesen Naturtonintervallen aufzeigt.

Tafel 1: Die ersten 8 Teiltöne als Sinusschwingung (aus Cousto, Hans: Die Oktave, Simon & Leutner)
Unter Musikern ist eine Verdeutlichung dieser Obertöne bekannt in den FLAGEOLETTE-TÖNEN. Diese werden, durch eine besondere Spielweise, einzeln und hintereinander in ihrer aufsteigenden, harmonikalen Ordnung der Naturtonintervalle hörbar. Wenn wir nun diese Obertonreihe einmal mit Hilfe von pyramidenförmigen Stegen auf die 13 Saiten des Monochordes übertragen, so ergibt sich folgende geometrische Kurve: es ist ein Ausschnitt der Hyperbel - eine faszinierende Kurvenfunktion, welche das Charakteristikum hat, in die Unendlichkeit zu weisen.

Tafel 2: Ein Ausschnitt der HYPERBEL, gebildet aus den ersten 12 Naturton-Intervallen am Monochord
Somit hat dieser Klang auch seine ganz spezifische Wirkung und löst im Zuhörer entsprechende Empfindungen aus. Dr. Wolfgang Strobel aus Würzburg, ein bedeutender Musiktherapeut unserer Zeit, sagt aus seiner langjährigen Erfahrung dazu: „Es handelt sich immer wieder um ozeanische oder kosmische Gefühle von entgrenzt -, bedürfnislos -, getragen -, aufgehoben oder verschmolzen zu sein. Also letztlich um Einssein mit allem und das gleichzeitige Allessein. Die Wortverbindungen „Einssein“, „Einigsein“, „Innesein“ und „Innigkeit“ lassen verstehen, weshalb dieses Gefühl der Grenzenlosigkeit gleichzeitig auch Sich-Getragen-Fühlen und Geborgenheit beinhaltet.“
Beim hier vorgestellten, weiterentwickelten SOMACHORD – dem GANZKÖRPER-MONOCHORD - kommt noch ein wesentlicher Faktor hinzu: die Harmonie dieser „Ur-Musik“ wird zusätzlich zur Aufnahme über den Gehörsinn nun auch körperlich spürbar, da der Mensch oben auf dem Resonanzkörper liegt und der gesamte Organismus in Schwingung gerät - ein regelrechtes Klangbad. Beide Wahrnehmungen, das Gehör und das Gefühl, sind intensivst an der Aufnahme der Klangharmonie-Schwingungen beteiligt. Es sind dies auch die beiden ersten Sinne, welche schon nach wenigen Wochen der Entwicklung des menschlichen Fötus erwachen! Darum wird der Mensch im Klangbad auf dem SOMACHORD so tief berührt. Ein Grund, warum die Behandlung von werdenden Müttern auf dem SOMACHORD so faszinierend ist: Das junge Leben wird sozusagen eingestimmt auf die Harmonien in der Ur-Musikalität. Die Frauen berichten von starken Regungen in ihrem Bauch: die Bewegungen des Embryos zeugen von einer intensiven Wahrnehmung. Die Wirkung der SOMACHORD-Klangmassage geht, wie der Name schon verdeutlicht, über den Körper (Soma), das möchte betont sein! Der gesamte Organismus mit all seinen komplexen Ebenen und Funktionen kommt in Resonanz mit der obertonreinen Harmonie dieser „Ur-Ton“-Schwingungen. Jede Zelle spürt es und weiß, dass sie in dieser kosmischen Ordnung vibriert.
Die Klangmassage mit dem SOMACHORD wirkt reinigend, belebend, energieausgleichend, sanft und lichtvoll öffnend, also heilend im holistischen, weitreichenden Sinne. Diese Musik schlägt eine Brücke vom Physisch-Grobstofflichen zum Feinstofflich-Spirituellen.
Nun noch einige Worte zur Anwendung des SOMACHORDES in der Therapie: Dr. Strobel erzählt: „Die Klangmassage mit dem Monochord hilft ganz besonders bei denjenigen Patienten, die extrem stark gepanzert und in sich eingeschlossen sind - die sonst gar nichts an sich heranlassen, also äußerst schwer zugänglich sind. Hier bietet die Klangmassage mit ihren stark physisch spürbaren Schwingungen ein phantastisches Medium, die Blockade zu durchbrechen, gerade auch weil das Instrument zwischen Patient und Therapeut steht, quasi als Brücke eine indirekte Verbindung schafft. “Ferner kann bei der SOMACHORD-Klangtherapie durchaus der Zustand der pränatalen Phase unserer Entwicklung wieder aufleben: Es gibt eine deutliche Verbindung zwischen dem Archetypus des Sphärenklanges und dem Einheitsbewusstsein des Fötus, welcher im paradiesischen Zustand, bedürfnislos mit allem versorgt, selig im Fruchtwasser des Mutterschoßes schwebt. Falls bei einem Patienten in seiner intrauterinen Entwicklungsphase eine Störung vorlag, kann dieses Thema durch den Klang induziert wieder aufleben - der Klang dient hier als Informationsträger, ähnlich dem homöopathischen Heilprinzip. Auch hat die SOMACHORD-UR-KLANGTHERAPIE eindeutig den Stellenwert einer präventiven Medizin, also vorbeugenden Charakter, weil sie die Lebenskraft steigert: Energieflüsse, Kreisläufe und Organfunktionen im Organismus werden ausbalanciert, entspannt und vitalisiert. Die Therapieform mit dem SOMACHORD berührt uns im Wesenskern der Lebensschwingung - das Schöpfungsprinzip der Harmonie durchdringt unseren Körper ganz mit Seele und Geist, hörbar und spürbar, vom „Soma“ über die Sinne ausgehend und alle Ebenen miteinander verbindend.
Durch ihre öffnende Wirkung ist die SOMACHORD-Klangmassage auch hervorragend als Vorbereitung für andere Therapieformen geeignet.
Übrigens ist das Spielen - das Streichen der Saiten mit den Händen - sehr leicht und schnell zu lernen. Die Anwendung des SOMACHORDES bedarf keiner virtuosen Spieltechnik!
Zum Abschluss möchte ich zusammenfassen:
Die Ur-Ton-Musik, der spürbare Sphärenklang, ist ein wunderbares Medium, den Weg zur Spiritualität zu eröffnen, und ist untrennbar mit Heilung, Ganzheit und GESUND-SEIN verbunden.
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